EVG dient allen

EVG, schon wieder eine neue Abkürzung! Was soll das?

Es bedeutet EigenVerbrauchsGemeinschaft. Was steckt hinter diesem Zungenbrecher?

Den Eigenverbrauch gibt es schon lange. Wer eine eigene Solarstrom-Anlage hat, profitiert: Wenn auf dem eigenen Dach Strom produziert wird und gleichzeitig im Haus Verbraucher eingeschaltet sind, wird nicht Strom aus dem Netz der SAK bezogen, sondern der selber produzierte Strom wird direkt im Haus verbraucht. Das führt zu beachtlichen Ersparnissen von mindestens 10 Rappen pro kWh.

Neuerung
Seit Anfang 2018 kann nun der Eigenverbrauch auch in Mehrfamilienhäusern  eingerichtet werden, und das nennt sich dann eben Eigenverbrauchsgemeinschaft. Unser Verein hat das letztes Jahr für das Gebäude  an der St. Gallerstrasse 57 getan.

Unser Verein hatte von der Eigentümerin, der Pensionskasse AR, 2013 das Dach gemietet und betreibt seither eine Solarstrom-Anlage, die pro Jahr etwa 16'000 kWh Strom produziert; das entspricht dem gesamten Verbrauch von etwa 5 Haushalten.

St.Gallerstrasse 57

Alle profitieren
Die Eigenverbrauchsgemeinschaft benötigte natürlich die Zustimmung der Pensionskasse, des Stromlieferanten SAK und der Mieter. Seit Juni 2018 funktioniert das System. 12 der 14 Partien im Gebäude machen mit, die SAK übernehmen die laufende Abrechnung des Eigenverbrauchs.


In den ersten 6 Monaten Betrieb konnten 54 % des produzierten Stromes direkt im Gebäude verbraucht werden.

Für die SAK ist das ein Vorteil: Das Stromnetz wird entlastet (wenn die Sonne scheint und alle Solarstrom-Anlagen in der Ostschweiz produzieren, entsteht häufig ein Überschuss an Strom). Aber auch die Mieter profitieren, denn sie bekommen einen Teil des Stroms, den sie verbrauchen, als hochwertigen Solarstrom vom "eigenen" Dach, und das ohne Mehrkosten. Für unseren Verein Solardorf Rehetobel schliesslich gibt es einen finanziellen Zustupf, denn für den direkt verbrauchten Strom vergüten die SAK einen höheren Preis, als wenn der Strom ins Netz eingespeist wird.